Weiter geht's :)

Samstag, 12.04.2014

Da bin ich auch endlich mal wieder. :-)

In der Zwischenzeit ist doch schon so einiges passiert..
Ich war vor ca. 2 Wochen mit Flori und John ein Waisenhaus streichen, so wurde es uns zumindest angekündigt.. :D Glücklicherweise habe ich mich vorsichtshalber Mal mit Sonnencreme eingeschmiert, denn das "Streichen" war dann eigentlich das Lackieren des Daches und der Türen. :D In absoluter Hitze (an dem Tag waren es fast 40 Grad) haben wir also dieses Haus angestrichen. Zusätzlich hat sich dann noch herausgestellt, dass es gar kein Waisenhaus war. Es ist ein Therapiehaus, d.h. in diesem Haus werden behinderte Kinder aus der Umgebung betreut. Ihnen wird das Sprechen beigebracht und die Leute dort versuchen mit Bällen etc. die Kinder zum Laufen zu kriegen und ihre Bewegungsmöglichkeiten zu stärken. Geleitet wird das Projekt von einer Frau die selbt MS hat und sich damit über Wasser hält. Eine unheimlich tolle Idee, diese Frau ist zu bewundern! Wenn Flori dort mal hinfährt, um die Kinder zu besuchen, werde ich mich dort anklinken und mal schauen, wie das ganze so abläuft. ;-)


Außerdem habe ich PW-Julia wiedergesehen. Wir haben uns in der Accra Mall getroffen und ein Eis gegessen. War schön mal wieder mit alten Bekannten auf deutsch zu plaudern!



Und auch David habe ich endlich mal wieder getroffen. Unheimlich krass wasvda so alles abläuft.. Glücklicherweise bin ich ja dieses Mal nicht damit dort.


In der Woche war ich im Nationalmuseum, was allerdings eher aussah, wie eine Ansammlung von irgendwelchen Sachen. :D Bei genauerem Blick konnte man dennoch einige spannende Sachen erfahren. Mir wurde zum Beispiel gezeigt, wie hier früher die Stoffe hergestellt wurden; ich konnte sehen, wie sich die Währung im Laufe der Zeit verändert hat; habe mich auf den Stuhl für den letzten deutschen Befehlshaber in Togo setzen können (warum auch immer der im ghanaischen Nationalmuseum und nicht in Togo ist).

Letzten Sonntag waren John und ich im Art Center. Dort habe ich auch Samuel wiedergesehen; ein Künstler, von dem ich damals ganz viele Sachen gekauft habe und mit dem ich auch gemeinsam Vieles entworfen habe (Omas Schüssel und Toms Flaschenöffner etc.). Leider geht die Zeit im Art Center immer viel zu schnell um, von daher werd ich mich dort sicher nochmal blicken lassen, um wieder ein paar Souvenirs anzuschaffen und auch an Postkarten zu denken. :D

Montag war ich mit Lakshna (einer neuen Freundin, die hier aufgewachsen ist - indische Wurzeln) in Osou. Wir hatten einen schönen Mädelstag und haben viel gequatscht und sehr lecker einheimisch gegessen.

Vorgestern Nacht ging es rund. Ich durfte sehen, wie die Krankenhäuser hier wirklich sind. Rashad ist dank dem tollen Verkehr hier blöd gestürzt und hat sich die Hand angebrochen. Wir sind dann ins Krankenhaus gefahren, um das röntgen zu lassen. Es hat erstmal ne halbe Stunde gedauert und 30 Euro gekostet bis wir mit einem Arzt sprechen konnten.. Die Ärzte haben ihm dann nur eine Injection verpasst, woraufhin er total high war und mir im Auto schön auf meiner Schulter eingeschlafen ist. Immerhin weniger Schmerzen! Zum nächsten Krankenhaus ging es, da das wohl eines der einzigen hier ist, die Röntgenbilder herstellen können (ein Military Hospital). Dort wurde dann festgestellt, dass die Hand angebrochen ist und erst am nächsten Tag in einem wieder anderen Krankenhaus gegipst (da war ich aber nicht mehr dabei). Rashad geht es jetzt wesentlich besser nach dem Schock, dass ihn erstmal ein Auto halb über den Haufen fährt, von daher darf ich wohl sagen, dass es trotz alledem sehr spannend war mal hier einen Blick in die Krankenhäuser zu werfen!

Wenn es John, der die letzten Tage ziemlich fiebrig war, heute Abend besser geht, machen wir uns auf den Weg nach Hohoe zu den Wasserfällen. :-) Davon würde ich dann bald berichten.

Liebe Grüße,
Marion

P.S.: Einen ganz lieben Gruß an die frisch gebackenen Eltern Jessica und Gorden. Herzlichen Glückwunsch zu eurem Goldstück. :*



P.P.S.: Spike wächst ganz schön. Der bellt jetzt sogar, wenn jemand Fremdes kommt! :o
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Back to Ghana :) <3

Dienstag, 25.03.2014

Hallo ihr Lieben,

einige von euch haben es ja schon mitbekommen: Ich bin wieder in Ghana! :-)
Nur um kurz zu berichten, es ist wieder ein Traum.
Ich bin am Freitag angekommen und wurde direkt am Flughafen erwartet. Eine Polizistin hat mich direkt abgeholt, damit ich schneller durch Passkontrolle etc. komme. Draußen ging die Freude los.
Ich bin dann - als meine offiziellen "Abholer" dann auch mal kamen (This is Ghana!) - zu Lindsay in das Strandrestaurant gefahren und habe da erstmal meine Sachen plaziert und eine kalte Cola getrunken. Dann habe ich auch die Wärme gespürt!! :-o
Noch immer schwitze ich mich tot, aber wo ich jetzt bei John bin habe ich ja eine Klimaanlage. :-)
Das heißt, ich kann auch endlich durchstarten Gitarre zu spielen, das war nämlich bei Lindsay gar nicht möglich. :D Es sei denn, man will eine Gitarre auf den Knien KLEBEN haben!!!! :D

Samstag war ich nach einem langen Tag am Strand mit 2 deutschen Mädels auf der Reggae Night und habe viele Leute wiedergetroffen. :-) Unter anderem Edmont (den Daywächter aus meiner alten Organisation) und Kylee (Mirjam, du weißt Bescheid :D - habe direkt Grüße bestellt!!!).
Sonntag war ich mit John und Freunden in Ada auf der Insel zwischen Meer und Volta-Fluss. Da konnte man schön schwimmen und hat die Wärme nicht ganz so gespürt! :-)

Achso, und heute hatte ich auch ein ganz tolles Erlebnis! Ich war in meiner alten Schule.
Ganz unerwartet haben mich 2 Kinder schon erkannt, als ich noch im Auto saß und auf einmal kam die ganze Schule aus dem Unterricht auf mich zugerannt und ich war umgeben von kleinen Kindern, die an mir hoch geklettert sind. :D Total krasses und bewegendes Gefühl, wie sehr die doch noch an einem hängen. Und toll war es zu sehen, dass sich doch viel an der Schule getan hat. Der "Schläger-Lehrer" wurde gefeuert und dafür 2 neue Frauen eingstellt, neue Tafeln werden angeschafft und ein Wassertank ist schon vorhanden! Super Franzi!!!!!
Traurig war zu erfahren, dass mein kleiner Tscho-tscho nicht mehr in der Schule ist... :'(
Ich denke, ich werde bald noch einmal zur Schule fahren und dort einige Sachen anschaffen; es lohnt sich ja scheinbar doch!

Lieben Gruß,

eure Marion

Wieder zurück in der Heimat.

Samstag, 21.12.2013

Wieder zurück in Deutschland fühlt man sich gaaaanz komisch!!
Wie als wäre man gerade eben aus einem wunderschönen Traum aufgewacht.

Ich erschrecke mich sobald Leute um mich herum deutsch reden, habe das Gefühl ich kenne jeden, weil alle weiß sind usw..
Allerdings hat man etwas behalten.. Die persönliche Veränderung! Viele machen einen darauf aufmerksam und in vielen Dingen merkt man auch, dass man gelassener und überlegter handelt.

Jetzt, wo mein 18. dann aber auf mich wartet, würde ich am liebsten zurück flüchten!!
Aber naja, das wird schon alles. ;-)

 

Letztes Wochenende. :(

Freitag, 13.12.2013

Es ist ein unheimlich komisches Gefuehl jetzt hier zu sitzen und zu warten, dass es das letzte Mal losgeht zum Feiern in Osou! So langsam kommen die vorerst letzten Male hier.. 
Aber das Vorstellungsgespraech fuer Maerz verlief super, von daher ist die Chance auf jeden Fall da, naechstes Jahr wieder herzukommen! :-)

Heute waren Dani und ich in der Accra Mall, um ein wenig europaeisch shoppen zu gehen.. Haben aber nichts gefunden.. Allerdings haben wir einen ghanaischen Designer kennengelernt, der uns zu einem Fotoshooting eingeladen hat.. Ich musste ja leider ablehnen, aber wuensche Dani viel Glueck und Spass dabei. ;-) Der war so super witzig. :D

Naja.. Ich versuche jetzt einfach meine letzten Momente hier noch zu geniessen! Heute Osou und morgen direkt nach Ada an den fabelhaften Ort des letzten Wochenendes. :-)

Liebe Gruesse,

eure Marion 

Letzte Momente

Dienstag, 10.12.2013
Nach einem äußerst schönen langen Wochenende im puren Luxus des Paradies Ada, das geprägt von Fun auf dem Jetski, angeln & ausgiebigem Quatschen war, bin ich erholt in die neue Woche gestartet. :-)
Heute war ich allerdings nicht im Projekt, um meine quasi letzten Besorgungen im Art Center zu machen & mich von dort gewonnenen Freunden zu verabschieden.
Jetzt bin ich wieder daheim, nachdem ich auf dem Weg noch ein echtes italienisches Eis & einen leckeren Schoko-Crêpe gegessen habe! :-)
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen in was für einem Gefühlschaos man steckt, wenn man weiß, man verbringt vorerst die letzten Momente mit einigen Leuten.. Das ist unheimlich! Denn viele verlässt man ja für ein Leben lang.. :-(
Allerdings steht für mich persönlich schon fest, dass ich nächstes Jahr wiederkomme, da ich ein super Praktikumsangebot bekommen habe! Also warum die Chance nicht nutzen & diese Gefühle hier wieder aufleben lassen?
Mit dem Gedanken beginnt dann also doch die Freude auf ein weißes Weihnachten mit Familie & Freunden in Deutschland. :*

Liebe Grüße aus dem immer heißer werdenden Ghana!
(Obwohl die Sonne immer seltener richtig knallt, steigen die Temperaturen & es wird immer schwüler..)20131210-223014.jpg20131210-223029.jpg

Die Zeit rennt!

Mittwoch, 04.12.2013
Nach Julias letzter Reggae Night bin ich dann ziemlich früh ins Bett, denn am Sonntag haben wir eine kleine Motorradtour zum Bojobeach, einer richtig schönen Sandstrand-Insel gemacht :-)
Abends nach dem Abschiedsessen noch am Lagerfeuer gesessen & mit Julia über Ghanas Gedanken philosophiert. Immer mehr merkt man, wie man hier gar nicht weg möchte.. :-(
Montag bin ich dann mit Julia zum Flughafen gefahren, um mich dort von ihr zu verabschieden. Dort fiel es mir wesentlich leichter, als im Haus. :-) aber als ich dann abends im Bett lag & ihren hinterlassenen Brief an mich gelesen habe, der so wunderbar süß war - danke du verrückte! -, kamen mir doch die Tränen! :**
Gestern waren Dani & ich mit John in Accra & haben dort Super leckere Pizza bzw. Potatoe Wedges gegessen!
Heute heißt es jetzt erstmal zum Projekt & danach sofort zum Strand, um mich von Alex zu verabschieden. In der Hoffnung ein paar Souvenirs am Strand zu ergattern, warte ich dann dort auf die anderen Mädels.
Heute Abend geht es dann vermutlich los ins Strandhaus nach Ada (in der Volta-Region). Das wird ein Spaß! :-)
Übrigens werden im Moment Prüfungen in den Projekten geschrieben. Das müsstet ihr mal sehen, wie das abläuft! Die Kinder sitzen einfach an kleinen Tischen, kriegen alles vorgelesen & müssen ein paar Wörter kritzeln über den Stoff, den sie jeden Tag seit 2 Monaten durchgenommen haben. Währenddessen toben andere Kinder um sie herum..
Und: wir haben einen neuen Mitbewohner! Eine kleine Babykatze namens Simba, die unsere Jungs am Strand eingesammelt haben. :D

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Purer Genuss! :)

Samstag, 30.11.2013
Mittwoch war dann einfach nur chillen angesagt. Marion war dann auch mal die erste, die ins Bett gegangen ist & hat ihren Schlaf nachgeholt! :D Am Donnerstag im Projekt ein großer Skandal! Ein Mädchen wurde so verprügelt, dass Franzi & ich sogar dazwischen gegangen sind. Selbst die anderen Lehrer fanden das nicht mehr witzig. Wir waren so wütend, dass wir uns kaum noch unter Kontrolle hatten, dem Lehrer gegenüber höflich zu sein.. Ich bin einfach nur froh, dass wir in dem Moment eingegriffen haben - da hätte wer weiß was passieren können.. :-o Nach dem Housemeeting, wo eine Menge Dinge zu klären waren, ging es dann mit Lina, Ruben & John nach Accra in die Mall. Ein schickes Essen & Wein & danach ab zum Strand & mit Tequila & Bier in Linas Geburtstag reinzufeiern :) eine kleine Abkühlung im Meer um Punkt 12 Uhr schien ihr einen tollen Geburtstag bereitet zu haben. Gestern hieß es dann Party machen in Osou - in so einer schicken Disko, dass man glatt vergessen konnte in Afrika zu sein - abgesehen von den ganzen schwarzen Menschen! :D Erst um 8 Uhr zurück, heißt es also jetzt gleich schlafen, um heute Abend für die Abschieds-Reggae-Night von Alex (einem englischen Volunteer) und Julia fit zu sein! :-) Es tut mir Leid, dass ich nur noch so wenig & knapp schreibe, aber die Zeit vergeht einfach wie im Flug. Ich will hier gar nicht mehr weg, auch wenn ich ne Menge Leute ganz schön vermisse.. Aber hier: das ist einfach der pure Genuss! Wie in einer Traumwelt! P.S.: Ich vermisse dich Sarah! Es war so schön hier mit dir & ich hoffe wir wiederholen das nächstes Jahr wieder gemeinsam. :-)

Stressige Woche ;-)

Mittwoch, 27.11.2013

Hallo, da bin ich wieder :-)
Ich berichte mal schnell über eine schnell vergangene letzte Woche, da ich schon von vielen Leuten gefragt werde, wann denn endlich der nächste Eintrag folgt.

Der Montag verlief wie immer gleich. Erst ins Projekt und dann auf die Neuen warten. Diese Woche ist eine 39-Jährige mit ins Haus gekommen. Mal sehen, wie das so wird. ;-)

Dienstag nach dem Projekt bin ich mit den Mädels aus dem Norden ins Maggihouse gefahren. Dort kann man eine Menge Stoffe und Schmuck kaufen. Ich habe mir jetzt noch nichts ausgesucht, aber denke, ich komme da noch einmal hin. Abends wurde ich von einem Freund zum Essen eingeladen. Das war ein Traum. :-) Eine fette Nudelplatte in einem schicken Restaurant. Sowas hätte ich hier überhaupt nicht erwartet, so schick war ich glaube ich noch nie in meinem Leben essen. <3

 

Mittwoch war ein ganz normaler Alltag.

 

Donnerstag war viel los. Nach dem Projekt hatten wir DIREKT das wöchentliche Housemeeting und danach eine Cooking Lesson in der wir Jellof Rice gemacht haben. War jetzt nicht so mein Lieblingsessen, aber hat Spaß gemacht zuzuschauen. Nachmittags bin ich dann noch zum Supermarkt gefahren, um mir mal wieder ein wenig Essen einzukaufen. Abends ging es dann zur Strandbar mit Sarah und Lina, um noch ein wenig auszuspannen. :-)

Freitag hieß es erneut „Ran an die Strandbar“. Diesmal allerdings bis ziemlich lang in die Nacht. Mit dem Motorrad nach Hause (Sebi – deine Yamaha-Maschine in rot ;-)) und direkt ab ins Bett. War aber seehr schön. :-)

Samstag früh bin ich mit ein paar Mädels aus dem Haus ins Art Center gefahren, um meinen Geschenkekoffer zu erweitern. Von der Weltuntergangsstimmung, die hier in Krokrobite stattgefunden hat, haben wir gar nichts mitbekommen. Wir waren nur äußerst schockiert, als wir die umgeschmissenen Bäume und die Regenlarchen überall gesehen haben, als wir gegen Nachmittag zurückkamen. Dementsprechend fand die Reggae Night auch im Nassen statt. War aber ziemlich lustig, im völligen Matsch zu tanzen. :D
Morgens ging es dann direkt zum Frühstück nach Accra. Unheimlich gut. :-) Ich hatte das Gefühl, ich sei in Europa. So ein fettes Baguette mit Käse und Tomate.. davon träumt man hier sonst!! Danach zurück zum Strand ein wenig schlafen und zum Abschiedsessen am Abend. Die Trauerstimmung ist schon gestiegen, da Sarah sich ja am nächsten Tag verabschieden musste.. Nach dem Lagerfeuer am Strand sind wir dann auch relativ schnell ins Bett, um am nächsten Tag für das Projekt fit zu sein.

Die Verabschiedung von Sarah fiel ziemlich schwer. Es sind viele Tränen geflossen, aber dennoch einfach ein schönes Gefühl sich hier kennengelernt zu haben. :-) Außerdem steht jetzt schon fest, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen!! Vielleicht ja sogar hier. <3 Um ein wenig runterzukommen, haben Dani und ich danach einen abendlichen Spaziergang durch die Siedlung gemacht. War mal sehr ruhig und entspannend.

Gestern bin ich nach dem Projekt direkt mit Lina zum Strand gefahren und bin ein wenig braun geworden. :-) Zwischen Schwimmen und Bräunen gab es dann noch einen super leckeren Pancake in dem Strandrestaurant einer Bekannten hier.
Am Nachmittag wurde ich sehr überrascht, als mir meine Oma auf einmal beim skypen gegenüber saß. War ein schönes Gefühl dich wiederzusehen Omi und ich freue mich euch bald alle wieder in den Arm nehmen zu können – auch, wenn ich gerne noch ein bisschen mehr Zeit hier hätte. :*
Danach eine leckere europäische Pizza in Accra gegessen und am nächsten Morgen wieder ins Projekt. :-)

Also alles in allem hatte ich super schöne letzte Tage, die aber auch relativ stressig waren. Aber ich genieße die Zeit hier so absolut und hoffe, die Zeit rennt nicht so schnell weg!!

Liebe Grüße,
Marion

Nordentour und Wochenende

Montag, 18.11.2013

Yeah, ich schaffe es endlich mal meinen Blog zu erneuern.
In der vergangenen Woche war ich auf der Nordentour – erneut mit Jayjay; diesmal mit 3 weiteren Mädels.
Montag sind wir nach einer langen Fahrt mit mega Knieschmerzen vom dauerhaften Sitzen im gemieteten Bus in „Nzulezu“ angekommen. Von dort aus mussten wir ca. eine Stunde mit dem Kanu zum 600 Jahre alten Dorf auf dem Wasser („Stelzendorf“) paddeln.

2002 wurde von den Holländern ein Kanal zum naturalen See angelegt, damit den Bewohnern des Stelzendorfes der Handelsweg erleichtert ist. Das Dorf ist noch extrem altmodisch. Erst seit 2 Jahren gibt es Strom! Jeder Versuch in die Stadt umzusiedeln war vergebens, da es dann immer zu einer jungen Sterbensrate oder äußerst hohen Krankheitsraten kam. Im strömenden Hagelgewitter kamen wir also auf der „Insel“ an und haben uns das Dorf für ein paar wenige Minuten angeschaut. Danach ging es im Regen wieder eine Stunde mit dem Kanu zurück, um von dort aus erneute 6 Stunden Busfahrt auf sich zu nehmen. (Zum Glück war die Bulgarien-Abifahrt-Party-Musik mit dabei sodass aus dem Bus ein Partybus geworden ist!)

Die Befürchtung in Kumasi in einem Zelt schlafen zu müssen wuchs immer mehr, da es so von Jayjay äußerst oft angedeutet wurde, obwohl eigentlich zuvor abgesprochen worden war, wir schlafen immer in Hotels. Wir haben uns dann schließlich überwunden noch einmal nachzufragen, weil wir ja mit einem Guide fahren wollten, um uns sicher zu fühlen und das ist man im Zelt im Norden eher.. naja.. nicht!? Dann kam raus, dass die ganze Story mit dem Zelt nur ein Witz war und wir in einem ziemlich „schönen“ Hotel – sogar mit TV – übernachten würden. :D :D
Nach scharfem Essen und einer Menge Buch lesen habe ich dann die erste Nacht in Ghana mal ganz durchgeschlafen. :-)

 

Am Dienstag sind wir gegen Morgen zum Ashanti-Museum in Kumasi gefahren. Eine Menge spannende Informationen erwarteten uns, wobei es ziemlich schwierig war, den Museumswärter zu verstehen. Was wir verstanden haben war, dass das Ashanti-Tum auch das „Kingdom of Gold“ genannt wird. Zu der Zeit, als es hier noch keine Zeitungen gab, haben die Ashantis mit ihren „Talking-Drums“ die Menge zusammen getrommelt, um Neuigkeiten zu verbreiten. 1965 gab es dann den ersten Fernseher in Ghana für den damaligen Ashanti-King, der „nur“ 8 Frauen und 21 Kinder hatte. :D
Die Ashanti-Queen ist meistens die Schwester oder die Tante des Königs und Beraterin an seiner Seite – nicht seine Frau. Unabhängig vom König wird auch diese immer wieder neu erwählt.
Ein König der Ashanti wurde im Kolonialismus in das Elmina Castle übergeführt, wovon ich in der ersten Woche meiner Zeit in Ghana berichtet habe!
Auch eine Wachspuppe der Frau, die den Engländern den Krieg erklärt hat, gab es im Museum zu sehen. Auf Nachfrage haben wir herausgefunden, dass das Verhältnis der Ashantis zu den Engländern heute extrem gut ist, da die Ashanti jedem Krieg aus dem Weg gehen und ein friedvolles Volk darstellen.

Vom Museum aus ging es zu Fuß über den äußerst beschäftigten Markt Kumasis, der den größten Markt Westafrikas darstellt. Nach dieser völligen Reizüberflutung waren wir froh im Auto zu sitzen und nach dem besten Red-Red Ghanas (Bananen mit Bohnen) die Fahrt zur Monkey Sanctuary auf uns zu nehmen.
Dort wurde zunächst wie ein Affe auf einen Baum geklettert und dann konnten wir versuchen ein paar Wildaffen mit Bananen anzulocken! Einige waren ganz schön brutal, sodass Julia sogar gebissen wurde. Aber es war ein unheimliches Gefühl diese wilden Mona-Affen so nah bei sich zu haben und sie sogar aus der eigenen Hand fressen zu lassen! :-)

Am Mittwoch sind wir dann schon sehr früh los zum Mole-Nationalpark gefahren. Im warmen Pool konnte ich endlich mal wieder ein paar Bahnen schwimmen und mich richtig schön erfrischen. Dass das Poolwasser einfach mal Regenwasser war, hat mich dann auch nicht mehr so gejuckt. ;-)
Auf der Fuß-Safari am Mittag haben wir leider keine Elefanten gesehen, aber ich fand die ganzen Wildschweine, Antilopen und Paviane sowieso irgendwie viel interessanter! :D
Nach einer erneuten Erfrischung im Pool hatten wir dann längere Gespräche mit Jayjay über die Kultur hier im Vergleich zu unserer in Deutschland.
Dani und ich haben dann noch ein paar nette australische Mädels kennengelernt und noch lange mit ihnen draußen gesessen – bis ich dann totmüde ins Bett gefallen bin, da der Wecker am nächsten morgen erneut um 6 Uhr geklingelt hat.

 

Auf unserer zweiten Fuß-Safari am frühen morgen haben wir zwei Elefanten gesehen. :-) Das war so eine witzige Aktion. :D Der eine Elefant hat einfach mal total geschnaubt und den Fuß auf den Boden geschlagen als ich mit dem Rücken zu ihm stand.. Deshalb habe ich mich nach ihm umgedreht, da war aber nichts besonderes und dann dreh ich mich zurück zu den anderen Leuten und seh einfach nur alle rennen. Reflexartig sprinte ich hinterher bis wir auf einmal alle stehen bleiben, die anderen dann auch mal merken, dass nichts passiert ist und in ein langes Gelächter fallen. :D :D Witzigste Aktion der Woche!
Nach der Safari hatte ich noch kurz die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes einfach mal im Pool abzutauchen. :-) Dann ging es mit dem Bus nach Tamale, wo wir gerne den Abend verbringen und einen Nachtmarkt besuchen wollten. Da nach langer Suche aber leider kein Hotel mehr Zimmer frei hatte, mussten wir dann noch bis nach Kintampo fahren, um dort in das Hotel vom Dienstag zu fahren. Nach dem Essen waren wir dann wegen der Fahrt so k.o., dass wir einfach nur noch schlafen gegangen sind (zu 4. in einem Doppelbett :D)!
Am nächsten Tag traten wir dann zur 9-Stunden-Rückfahrt an nach der uns der „Hintern“ aber ordentlich weh tat. :D
2 Stunden nach Ankunft im Haus ging es dann direkt zur Strandbar „Big Millys“, wo wir aber schon früh wieder abgehauen sind, um uns zu entspannen. :-)


Am Samstag war ich leider total krank, deshalb lag ich quasi den ganzen Tag nur im Bett und habe mich ausgeruht – also nichts Spektakuläres!

Gestern war ich dann doch wieder einigermaßen fit und bin gegen Mittag mit den Mädels zum Strand gefahren. Die Wellen haben einen ganz schön mitgerissen, aber das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. :-)
Nach dem traditionellen Abschiedsessen sind Julia und ich dann noch mit ein paar hier kennengelernten Freunden auf eine Hausparty gefahren! Von dort aus ging es per Kanu auf eine eher abgelegene Strandinsel, wo wir einfach nur mit guter Musik und umgeben von reinster Natur den Abend genießen konnten. Am frühen morgen dann ins Bett hieß es 5 Stunden später wieder aufstehen, um ins Projekt zu gehen, was heute aber eigentlich mal ganz schön war. Ich merke richtig, wie ein Junge anfängt das Lesen zu lernen. Er ist so begeistert, dass man ihm das mal richtig beibringt und macht totale Fortschritte. Das ist sooo schön zu sehen. :-)

Liebe Grüße aus dem immer heißer werdenden Ghana – jetzt gerade 33 Grad,
Marion

P.S.: Bilder werden wieder nachträglich eingefügt! ;-)

Butre und der "schwarze Deutsche"

Sonntag, 10.11.2013

Am Freitag morgen sind Sarah und ich nach Butre gefahren, das ist ein relativ unbekannter Strand in der Nähe von Busua – Nähe Elfenbeinküste. Uns wurde ein Malediven ähnlicher Strand versprochen und das hat sich auch definitiv befürwortet!
Nach einer 7-Stunden-Fahrt sind wir in Busua angekommen. Von dort aus mussten wir noch über ein kleines Stück Meer geschifft werden, da die Brücke dort vor einiger Zeit zusammengebrochen ist. Nun sind dort kleine Kinder, die einen mit einem äußerst wackeligen Kanu über die ca. 20-30 Meter Strecke paddeln. Die Kinder waren höchstens 10 Jahre alt, von daher ein komisches Gefühl sie für einen arbeiten zu lassen..
Auf der anderen Seite erwartete uns ein traumhaft schöner Strand mit super klarem Meer und kaum Bevölkerung. Ein Traum für die Seele!!

In der „Hide-Out-Lodge“ angekommen, erstmal eine Cola geschlürft und dann unser Baumhaus für die Nacht besichtigt. :-) Abends eine kleine Pizza und einen super leckeren Pancake mit Eis gegessen und einfach nur die Stille und das Rauschen des Meeres um einen herum genossen. Im Dunkeln dann noch ein Feuer am Strand gemacht und ein wenig Trommelunterricht bekommen. Danach ging es nach einem kurzen „Weit-Weg-Träumen“ dank Musik in das schöne Baumhausbett.

Das erste Mal in vollkommener Ruhe aufgewacht, fing der morgen schon schön an.
Nach leckerem Frühstück wurde ein wenig in der Sonne gebrutzelt und im Meer geplantscht. Nach einem erneuten Genuss von dem Pancake dasselbe nochmal und danach mal in einer Dusche geduscht, wo auch wirklich richtig Wasser herauskam. :D

Ein letztes Essen und dann zurück nach Busua gepaddelt.
Dort erwartete uns das erste Problem. Kein Tro-Tro fährt mehr nach Agona oder Takoradi. Zum Glück haben wir dann den „schwarzen Deutschen“ getroffen, der jahrelang in Deutschland gelebt hat und nun hier mit Chinesen eine Stromunterstützung für ärmere Länder finanziert. Ein super netter Mann, der uns in seinem Hyundai-Geländewagen mit nach Takoradi genommen hat. Von dort aus ging es in einem – für die Temperaturen hier – viel zu klimatisierten Tro-Tro in Richtung Accra. Nach 2-Stunden-Fahrt das nächste Problem. Reifen geplatzt und Motor explodiert. :-o Also wird auf ein neues Tro-Tro gewartet, dass zum Glück relativ schnell aufgetrieben war. Erneut bezahlt [:-(] wurde die Fahrt dann auch bis Kasua fortgesetzt, von wo aus wir mit dem Taxi bis zu unserem Haus gebracht wurden. Um 23 Uhr endlich angekommen bin ich dann k.o. von der Fahrt, aber mit wunderschönen Bildern im Kopf ins Bett gefallen. Ein toller Ausflug!

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